Statistiken zufolge ist Japan mit 53% der größte Verbraucher von Regenwaldholz, gefolgt von Europa (32%) und Nordamerika (15% bei stark rückläufiger
Tendenz).
China als die größte Fabrikhalle der Welt wird
nicht erfasst; vermutlich wurden die dort gefertigten Erzeugnisse den jeweiligen
Importländern zugeschlagen.
Der bei weitem größte Anteil der Abholzung von Regenwald entfällt auf die einheimischen Landnahmen aufgrund explosionsartiger
Geburtenraten. Der restliche Anteil entfällt auf verschiedene, aus Regenwaldholz
gewonnene Produkte. Diese Erzeugnisse werden gegen Devisen exportiert.
Die zu Acker- und Weideland urbar gemachten Regenwaldgebiete dienen der
Aufzucht von Rindern und Agrarerzeugnissen, die ebenfalls allesamt exportiert
werden.
Ein relativ hoher Anteil des Regenwaldholzes wird in der
Zellstoffindustrie verarbeitet und zur Papierherstellung genutzt. Jahretausende alte
Bäume finden sich dann in den Konsumländern als Verpackungskisten, Papierwaren und
Hygieneartikel wieder.
Zu den gängigen Produkten, die aus Regenwaldholz
erzeugt werden, zählen Bauholz für Treppen, Türblätter und Fensterrahmen,
Parkettböden, Möbel und kleine Gegenstände. Zu weiteren beliebten Artikeln zählen
Särge und Musikinstrumente.
Mahagoni und Teak werden häufig im
Außenbereich verwendet, da sie sehr witterungsbeständig sind. Für Musikinstrumente
wird häufig Mahagoni, Palisander und Ebenholz verwendet. Die Hölzer sind außerdem
beliebt, weil sie aufgrund des Klimas ohne Jahreszeiten keine Jahresringe haben.
Die unzähligen kleinen Gegenstände, die sich teilweise aus
Gebrauchsartikeln wie Essstäbchen und teilweise aus Nippes und Figürchen und
allerlei Souvenirartikeln zusammensetzen, machen einen relativ großen Anteil aus.
Allein für den Verbrauch an Essstäbchen in Japan werden pro Jahr 25 Millionen Bäume
benötigt. Man denke an das Milliardenvolk China und weitere Länder mit dieser
Eßgewohnheit. Wie sinnvoll oder sinnlos diese Artikel sind, die auf Kosten einer
wichtigen Biolandschaft gefertigt werden, mag jeder für sich beurteilen.