Brasilien wurde am 7. September 1822 von Portugal unabhängig und ist heute
eine föderative Republik.
Das Land bedeckt die östliche
Hälfte von Südamerika und grenzt an den Atlantischen Ozean. Mit einer Landesfläche
von 8,5 Millionen qkm ist Brasilien nur geringfügig kleiner als die der Vereinigten
Staaten von Amerika. Die Landesgrenzen mit Argentinien, Bolivien, Kolumbien,
Französisch Guyana, Guyana, Paraguay, Peru, Surinam, Uruguay und Venezuela belaufen
sich auf insgesamt 14.691 km. Die Küste am Atlantik ist über 7.000 km lang. Die
Landeswährung ist der Real (BRL).
Die etwa 187 Millionen Einwohner teilen
sich auf verschiedene ethnische Gruppen auf. Die größten Gruppen stellen Weiße
europäischen Ursprungs und Mulatten. Über 70% der Bevölkerung sind
römisch-katholisch. Die offizielle Landessprache ist Portugiesisch; daneben wird
Spanisch, Englisch und Französisch gesprochen.
Brasilien wurde 1500 von
Cabral für Portugal in Besitz genommen, das Landesinnere wurde aber erst im 17. und
18. Jahrhundert erschlossen. 1822 machte sich das Land unabhängig. Der
portugiesische Kronprinz wurde als Petro I zum Kaiser ernannt. 1871 bis 1888 wurde
die Negersklaverei aufgehoben. 1889 wurde Kaiser Pedro II gestürzt, danach eine
Republik errichtet. Häufig kam es zu Bürgerkriegen. 1917 trat Brasilien in den 1.
Weltkrieg gegen das Deutsche Reich ein. 1937 wurde eine autoritäre Verfassung
geschaffen, die bis 1946 galt. 1942 brach Brasilien die diplomatischen Beziehungen
zu Deutschland, Italien und Japan ab und erklärte im August an Deutschland und Italien den
Krieg. Seit 1960 ist die neu aus dem Boden gestampfte Stadt Brasilia die Hauptstadt
Brasiliens. Sie liegt auf der Hochebene des Staates Goiás.
Die
wirtschaftliche Bedeutung Brasiliens ist dank seiner Fülle an Rohstoffen größer als
die der übrigen südamerikanischen Länder. 2004 erwirtschaftete Brasilien ein recht
robustes Wachstum, das zu höherer Beschäftigung und Steigerung der Reallöhne führte.
Die drei Säulen des Wirtschaftsprogramms sind ein gleitender Wechselkurs, ein
inflationsbewusstes Haushalten und eine straffe Steuerpolitik. Die größten
Schwachpunkte des Landes haben mit der Staatsverschuldung zu tun, die sich von 1994
bis 2004 stetig erhöht hat.
Brasilien bemüht sich seit einigen Jahren besonders stark um die Erhaltung des
Restregenwalds. Viele Gebiete wurden zur Schutzzone erklärt. In Zusammenarbeit mit internationalen Organisationen wird versucht, erodierte Landstriche wieder aufzuforsten, damit auch unsere
nachkommen ihren Urlaub in Brasilien genießen
können.