Amazonas-Regenwald

Amazonas-Regenwald

Der Amazonas-Regenwald ist mit rund 5,5 Millionen Quadratkilometern der größte tropische Regenwald der Erde. Er erstreckt sich über neun Länder Südamerikas, beherbergt eine unvergleichliche Artenvielfalt und ist durch Abholzung bedroht.

Der Amazonas-Regenwald ist mit rund 5,5 Millionen Quadratkilometern der größte tropische Regenwald der Erde. Er erstreckt sich über neun Länder Südamerikas, allen voran Brasilien. Er beherbergt Jaguar, Harpyie und Flussdelfin und speichert riesige Mengen Kohlenstoff. Durch Abholzung droht ihm ein Kipppunkt.

Kein anderes Ökosystem an Land ist so groß, so artenreich und so wichtig für das Weltklima wie der Amazonas-Regenwald. Durchzogen vom mächtigsten Flusssystem der Erde, bildet er ein zusammenhängendes grünes Band von den Anden bis zum Atlantik. Was hier geschieht, hat Folgen weit über Südamerika hinaus.

Flächerund 5,5 Millionen km² Regenwald; das gesamte Flusseinzugsgebiet umfasst etwa 7 Millionen km²
Länderneun Staaten: Brasilien (größter Anteil), Peru, Kolumbien, Venezuela, Ecuador, Bolivien, Guyana, Suriname und Französisch-Guayana
Klimatropisch-feucht, ganzjährig warm (etwa 25 bis 28 °C) mit hohen Niederschlägen; der Wald erzeugt einen Großteil seines Regens selbst
Typische ArtenJaguar, Harpyie, Amazonas-Flussdelfin, Ara, Faultier, Pfeilgiftfrosch, Grüne Anakonda; insgesamt Millionen Arten, viele noch unbeschrieben
Schutzstatus / BedrohungSchutzgebiete und indigene Territorien decken Teile ab; Hauptbedrohungen sind Abholzung für Weiden und Felder, Brände und ein drohender Kipppunkt

Wie groß ist der Amazonas-Regenwald?

Der Amazonas-Regenwald bedeckt rund 5,5 Millionen Quadratkilometer und ist damit der größte tropische Regenwald der Erde. Das Einzugsgebiet des Amazonas, der den Wald durchzieht, umfasst sogar etwa 7 Millionen Quadratkilometer. Zur Einordnung: Die Waldfläche ist rund fünfzehnmal so groß wie Deutschland. Der Amazonas selbst führt mehr Wasser als die nächstgrößten Flüsse der Welt zusammen.

Welche Länder teilen sich den Amazonas?

Der Amazonas-Regenwald verteilt sich auf neun Länder. Den mit Abstand größten Anteil hat Brasilien, gefolgt von Peru und Kolumbien. Hinzu kommen Venezuela, Ecuador, Bolivien, Guyana, Suriname und das französische Überseegebiet Französisch-Guayana. Weil der Wald ein zusammenhängendes System bildet, wirken sich Rodungen in einem Land auch auf die Nachbarn aus. Sein Schutz ist deshalb eine grenzüberschreitende Aufgabe.

Welche Tiere leben im Amazonas-Regenwald?

Der Amazonas beherbergt eine der höchsten Artenvielfalten der Erde. Zu den bekanntesten Bewohnern zählen der Jaguar als größte Raubkatze Amerikas und die Harpyie, einer der mächtigsten Greifvögel der Welt. In den Flüssen lebt der rosafarbene Amazonas-Flussdelfin, in den Bäumen tummeln sich Aras, Faultiere und Affen. Allein an Insekten und Pflanzen sind unzählige Arten noch gar nicht wissenschaftlich beschrieben.

Warum ist der Amazonas wichtig für das Weltklima?

Der Amazonas-Regenwald speichert enorme Mengen Kohlenstoff in Bäumen und Böden und bremst so den Klimawandel. Zugleich verdunstet er gewaltige Wassermengen und erzeugt einen großen Teil seines eigenen Regens; über sogenannte fliegende Flüsse versorgt er auch entfernte Regionen mit Feuchtigkeit. Verschwindet der Wald, gelangt der gespeicherte Kohlenstoff in die Atmosphäre und der Wasserkreislauf gerät ins Wanken.

Was bedeutet der Kipppunkt des Amazonas?

Fachleute warnen vor einem Kipppunkt: Wird zu viel Wald abgeholzt, kann sich das feuchte System nicht mehr selbst mit Regen versorgen. Dann drohen große Teile des Regenwaldes in eine trockenere, savannenartige Landschaft umzukippen, weil weniger Feuchtigkeit im Kreislauf bleibt. Ein solcher Wandel wäre kaum umkehrbar und würde riesige Kohlenstoffmengen freisetzen. Deshalb ist die Begrenzung der Abholzung so dringlich.

Ist der Amazonas der größte Regenwald der Welt?

Ja. Mit rund 5,5 Millionen Quadratkilometern ist er der größte tropische Regenwald der Erde und deutlich größer als das zweitgrößte Regenwaldgebiet, das Kongobecken.

Nennt man den Amazonas die „grüne Lunge der Erde“?

Dieses Bild ist verbreitet, aber irreführend. Der Wald verbraucht selbst viel des von ihm erzeugten Sauerstoffs. Wichtiger ist seine Rolle als riesiger Kohlenstoffspeicher und Motor des Wasserkreislaufs.

Wie schnell schrumpft der Amazonas-Regenwald?

Jahr für Jahr gehen große Flächen durch Rodung und Brände verloren. Das genaue Tempo schwankt mit der Politik der Anrainerstaaten, doch der langfristige Trend ist ein anhaltender Verlust an Primärwald.

Leben Menschen im Amazonas-Regenwald?

Ja. Zahlreiche indigene Völker leben seit Jahrtausenden im und vom Wald. Ihre Territorien gehören oft zu den am besten erhaltenen Waldgebieten überhaupt.

Mehr über die weiteren großen Waldgebiete findest du im Hub Regionen. Die Ursachen des Waldverlusts erklärt der Bereich Bedrohung, seine Bewohner das Porträt des Jaguars und der Harpyie. Zum Vergleich lohnt der Blick auf das Kongobecken.